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Heute Abend hatte ich eine Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern in Hömel. Es war eine disziplinierte Diskussion auf gebildetem Niveau. Die Themenvielfalt ging quer durch alle Dinge, die die Nümbrechter in den Außenorten beschäftigen. Natürlich kamen auch Detailprobleme auf den Tisch, die sehr speziell den Ort betrafen. Aber man fühlte mir bei einigen Themen auch sehr intensiv auf den Zahn.

Eine Thematik hat mich aber besonders berührt, Feuerwehren in Nümbrecht. Ein junger Mann hat mit unglaublicher Offenheit die Situation unter den Feuerwehren dargestellt.

Die Nachwuchsproblematik ist eklatant, den ganz jungen Nachwuchs können die Feuerwehrleute nicht betreuen, da eine pädagogische Ausbildung fehlt. Der etwas ältere Nachwuchs ist bereits in Sportvereinen aktiv oder hat kein Interesse. Der Zustand des Materials hat mittlerweile einen dramatischen Zustand erreicht. Gewisse Parallelen zur Bundeswehr sind sicher nicht zufällig. Alte, abgetragene, schlechte und geflickte Kleidung sind Alltag unter den Feuerwehrleuten. Die Gebäude werden von den Feuerwehrleuten in Eigenregie instand gehalten. Dazu kommen Arbeitgeber, die es nicht gerne sehen, wenn die Mitarbeiter zum Einsatz gerufen werden. Die Feuerwehrleute schätzen ihr eigenes Ansehen in der Außendarstellung, extrem schlecht ein.

Ich wünschte mir bisher, dass die Feuerwehr schnell kommt wenn es brennt. Heute habe ich aber deutlich wahrgenommen, das kann ein Wunschtraum sein oder auch zum Alptraum werden. Wenn wir keine jungen Menschen finden, die noch etwas von Pflichtbewusstsein verstehen und bereit sind, unter Einsatz ihres Lebens für andere Menschen da zu sein, dann ist allerhöchster Handlungsbedarf.

Die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, und dazu zählt mit oberster Priorität die Feuerwehr, ist eine Aufgabe der Kommune, also des Bürgermeisters. Warum ist die Nümbrechter Feuerwehr in einem derart desolaten Zustand? Warum können die einzelnen Löschzüge nur noch mit Hilfe von Fördervereinen handlungsfähig gehalten werden? Da hat doch irgendjemand in den letzten Jahren etwas versäumt, oder? Als langjähriges Mitglied des Technischen Hilfswerks weiß ich, wovon die Betroffenen reden. Ich bin selber lange Jahre in uralten ausgetretenen „Knobelbechern“ rumgelaufen. Mögen die Nümbrechter von Feuer und Sturm verschont bleiben.

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